Das renommierte Unternehmen Ziegler Stahlbau wurde 1919 von Graveurmeister Johann Ziegler in der Rainbergstraße in Salzburg gegründet.

Nur wenige Jahre später übernahm 1927 der Sohn des Firmengründers, Friedrich Ziegler I., als damals jüngster Schlossermeister Österreichs den Betrieb.

Auf- und Ausbau

Im Jahr 1942 trat Hermann Strasser als Werkmeister in das auf Metallbau spezialisierte Unternehmen ein. 1946 wurde die „Kaiserlich und Königlich privilegierte Herd- und Ofenschlosserei Matthäus Kogler” angekauft. Diese hatte ihren Sitz im Haus „Hirschpoint“, einem ehemaligen fürsterzbischöflichen Jagdsitz in der Hellbrunner Allee 59, dem heutigen Firmensitz.

Noch im selben Jahr übersiedelte der Betrieb nach Salzburg-Morzg und wurde als Zwei-Personen-Betrieb neu aufgebaut, der Sitz in Riedenburg wurde Hans Ziegler, dem Bruder des Eigentümers, übergeben. Mit Hilfe eines ERP-Kredites gelang Schritt für Schritt der Auf- und Ausbau des Unternehmens. In diesen Jahren wurde zudem das Hirschpoint-Haus renoviert und so für eine spätere Nutzung erhalten.

Im Zuge des Neuaufbaus erfolgte in den Jahren 1947 und 1948 die Errichtung des Werkhauses sowie des Büro- und des Heizhauses. 1950 wird schließlich noch das Garagengebäude errichtet.

Eine neue Generation

1949 übernahm mit Friedrich Ziegler II. eine neue Generation den Betrieb. Nach dem Abschluss der Handelsakademie übernahm er den kaufmännischen Teil der Geschäftsführung. Wenige Jahre später wurde Olaf Machata Werkmeister des Unternehmens.

Zwischen 1954 und 1956 wuchs das Unternehmen weiter, so dass ein weiteres Bürogebäude errichtet wurde. In den Jahren 1962/63 wurde schließlich die Werkhalle II errichtet und so die Fertigungsfläche erweitert.

Zuvor, im Jahr 1960, wurde die Firma als Offene Handelsgesellschaft im Handelsregister eingetragen.

Technologischer Fortschritt

Im Jahr 1982 erhielt der damalige technische Leiter, Robert Mükisch, als Alleinzeichnungsberechtigter die Prokura. Seither sind die technische und die kaufmännische Geschäftsführung getrennt. 1989 übernahm schließlich die heutige Eigentümerin, Frau Mag. Elisabeth Kislinger-Ziegler die kaufmännische Geschäftsführung. Sie führt das Familienunternehmen bis heute in nunmehr vierter Generation.

In diese Zeit fielen auch technologische Fortschritte und wichtige Investitionen in das Unternehmen. So wurde 1992 eine CNC-gesteuerte Nibbelmaschine gekauft, aber auch ein Mitarbeiterwohnhaus mit sechs Wohnungen errichtet. Dieses Bekenntnis zu den Mitarbeitern zeichnet das Unternehmen auch heute noch aus. Auch im Hirschpoint-Haus und im Garagengebäude sind Wohnungen für die Mitarbeiter des Unternehmens und deren Familien untergebracht.

Robert Mükisch legte 1996 erfolgreich die Prüfung zum „European Welding Technologist ab und übernahm die Schweißaufsicht. Nicht zuletzt dadurch konnte das Unternehmen noch flexibler und kompetenter geführt werden und die Qualität seiner Arbeit weiter erhöhen.

Im Jahr 2003 legte Thomas Klinger die Prüfung zum „International Welding Specialist“ mit gutem Erfolg ab.

Durch diese erfolgreich abgelegten Prüfungen wurde eine wichtige Voraussetzung für die Zertifzierung nach EN 1090 geschaffen.

Ein neues Jahrtausend

Auch im neuen Jahrtausend blieb das Unternehmen offen für den technischen Fortschritt. So wurde 2004 in eine CNC-gesteuerte Plasma-Autogenanlage investiert, um das Leistungsspektrum um neue Angebote zu erweitern.

Im Jahr 2006 trat Thomas Klinger die Nachfolge von Robert Mükisch als technischer Leiter mit Gesamtprokura an.

Das Unternehmen blieb seinen Prinzipien auch in den jüngsten Jahren treu und investierte wiederum in den Betrieb: 2008 wurde eine 400-Tonnen Abkantpresse mit einer Arbeitsbreite von 4.000 mm angeschafft.

2018 erfolgte schließlich die bislang letzte personelle Weichenstellung des Unternehmens: Franz Lindenthaler übernahm die gewerberechtliche Geschäftsführung sowie die Prokura des Unternehmens.